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Februar 2016

    Vor Beginn dieser Weltreise habe ich mein Testament gemacht. Nicht, weil ich vorhabe, demnächst abzutreten. Im Gegenteil. Ich lebe sogar ziemlich gern. Aber man weiß ja nie, was einem so passiert. Das hat weniger mit einer düsteren „Das Glas-ist-halb-leer“-Anschauung zu tun als mit einer Milchmädchenrechnung. Okay, alle, die mich besser kennen wissen, dass ich ein Blitzgneißer in Sachen Zahlen bin.

              Ich hab’s angekündigt. Und ich hab’s getan. Ich bin ins Heilige Land gefahren. Nein, nicht nach Jerusalem. Da war ich schon mal vor sechs Jahren, um an der Klagemauer ein paar Wünsche zu deponieren (danke ans Universum an dieser Stelle, hat wunderbar geklappt!). Ich weiß noch, als ich meinen vollgekritzelten Zettel endlich in die Ritzen der Steinmauer stopfen konnte, ist

  Erst dachte ich, ich hätte mich verhört. Was nicht groß verwunderlich wäre, immerhin kommt mein Spanisch nicht nur den Argentiniern spanisch vor. Aber mittlerweile dämmert mir: In Buenos Aires rennt offenbar wirklich jeder zum Psychotherapeuten. „Ich muss los, ich habe gleich Analyse,“ höre ich einmal pro Tag, wenn nicht öfter. Im Supermarkt. Von Passanten am Handy. In der U-Bahn. Neulich

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